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Hongkong Glossar



Hongkong - Glossar von Splendid Entertainment zum Hong Kong Special der Flying Dragon Edition:

Bloodshed

Ursprünglich als allgemeiner Ausdruck für besonders blutrünstige und gewalttätige Szenen verwendet, entwickelte sich Anfang der Achtziger Jahre daraus ein ganzes Subgenre, das u.a. von John Woo forcierte "Heroic Bloodshed" (Heroisches Blutvergießen). Die bekanntesten Werke: "Hard Boiled", "The Killer", sowie die "A Better Tomorrow"-Reihe.


Bruce Lee (auch Bruce Li)

1940 im chinesischen Stadtteil von San Francisco, USA, geboren, aufgewachsen in Hongkong. Die Kampfsportlegende löste in den 70er Jahren eine wahre Kung Fu-Hysterie aus. 1973 bei Dreharbeiten gestorben.


Chow Yun-Fat

Geboren 1955. Nach verschiedenen Auftritten in TV-Serien erhielt Chow Yun-Fat 1986 die Hauptrolle in Harks Produktion „City Wolf“ und schaffte den Durchbruch. Weitere bekannte Filme: „Replacement Killer“ und „Hard Boiled“.


Donnie Yen

Populärer Schauspieler, Regisseur und Choreograf. In der chinesischen Provinz Canton geboren, aufgewachsen in Boston. Fans kennen ihn u.a. aus den Filmen: „Once upon a time in China 2“, „Die Macht des Schwertes“ und „Iron Monkey“.


Film Workshop Ltd.

Produktionsfirma aus China. Hat sich mit Filmen wie „Black Mask“, „The Killer“ oder mit der „Once Upon a Time in China“-Reihe einen gewichtigen Namen unter den Genrefans gemacht.


Golden Harvest

Legendäre Filmgesellschaft aus Hongkong, 1970 gegründet. Produzierte den Klassiker „The Big Boss“ mit Bruce Lee. Weitere Filme: u.a. „Drunken Master II“ mit Jackie Chan oder die „Lucky Stars Reihe“ mit Sammo Hung. Aktuelle Hits: „Stormriders“, „The Accidental Spy“.


Jackie Chan

1954 in Hongkong geboren, begann Chan seine Ausbildung an der berühmten Peking Oper im Alter von sieben Jahren, bevor er Mitte der Siebzigerjahre zum Action-Megastar im asiatischen Raum avancierte. Seit den Achtzigerjahren auch in US-Filmen erfolgreich, wie etwa „Rumble in the Bronx“, „Rush Hour“ oder „Shanghai Noon“. Chan führt seine Stunts als wohl einziger Superstar selbst aus.


Jet Li (auch Jet Lee)

Einer der ganz großen Hongkong-Stars. 1963 in Peking geboren, begann er im Alter von acht Jahren das Wu-Shu-Training. Sein Durchbruch: „Der Tempel der Shaolin“. Weitere Highlights folgten mit Filmen wie „China Swordsman“, „Master der Shaolin“ oder „Tai-Chi“. Seine neuesten Projekte: „Kiss of Dragon“ und „The One“.


Jiu-Jutsu (auch Ju-Jutsu, Ju Jitsu)

Verschiedene Wurf-, Griff- und Schlagtechniken umfassender, aus Japan stammender Kampfstil. „Jiu“ heisst nachgeben, ausweichen, „Jutsu“ ist die Kunst oder der Kunstgriff.


John Woo

Die 1946 in China geborene Actionfilm-Regielegende, wuchs ab den 60er Jahren in Hong Kong auf. Woo startete seine Karriere bei den nicht minder legendären Shaw-Brothers. Seinen großen Durchbruch hatte er 1986 mit „City Wolf“ mit Chow Yun-Fat in der Hauptrolle. Die bekanntesten Hollywood-Produktionen „Broken Arrow“, „Face Off“ und „Mission: Impossible 2“.


Judo

Kampfsport ohne Tritte und Schläge. Beinhaltet ca. 40 verschiedene Würfe, Armhebel etc.. Judo heisst soviel wie „Der sanfte Weg“.


Karate

Zu Deutsch: Leere Hand. Japanische, waffenlose Kampfkunst, deren Ursprünge bis ins fünfte Jahrhundert nach China zurückreichen. 1905 wurde Karate an den Schulen Okinawas erstmals als Unterrichtsfach eingeführt.


Kung Fu

(Auch Gong Fu oder Gung Fu). Ist der Oberbegriff für alle chinesischen Kampfkunst-Arten. Das chinesische Schrift-Zeichen für Kung setzt sich aus dem Zeichen für Arbeit, Fleiss, Eifer und aus dem für Kraft, Energie zusammen. Das Zeichen Fu bedeutet, je nach Zusammenhang, Meister oder Lehrer.


Michelle Yeoh (auch Michelle Khan)

Bekannteste und populärste weibliche Martial-Arts-Darstellerin. 1962 in Ipoh, Malaysia geboren, studierte in London Schauspiel und Theaterwissenschaften. Miss Malaysia 1982. Nach Klassikern wie „Wing Chun“, „Tai-Chi“ (beide mit Jet Li) schaffte sie den Sprung in große US-Produktionen wie “James Bond 007 – Der Morgen stirbt nie“ oder natürlich „Tiger and Dragon“.


Sammo Hung

Ältester der drei „Lucky Stars“ (zusammen mit Jackie Chan und Yuen Biao), die an der Peking Oper lernten und später oft zusammen arbeiteten. Hung war in den Achtzigerjahren in erfolgreichen Filmen neben Jackie Chan zu sehen, heute setzt er als Produzent und Action-Choreograph Maßstäbe im Hongkong-Kino.


Shaolin

Ursprünglich Name eines chinesischen Klosters, das der Legende nach im 3. Jahrhundert errichtet wurde. Mönche pflanzten Kiefern an, die zu einem „jungen Wald“, einem „Shaolin“, heranwuchsen. Dieses Kloster wurde die Geburtsstätte aller chinesischen Kampfkünste.


Shaw-Brothers

Die größte und bekannteste Film-Company Asiens wurde 1924 von Tan Sri Runme Shaw gegründet. Ihren größten Aufschwung erlebte die Firma in den 60er und 70er Jahren mit der Produktion von Kung Fu-Filmen. Star-Schmiede, die u.a. Bruce Lee und Jackie Chan hervorbrachte.


Shoot-Out

Finale Szene in fast jedem Bloodshed-Streifen, zeichnent sich durch lange Schnitte und ausgeprägte Slow-Motion-Szenen aus.


Taekwon-Do

Aus Korea stammender Kampfsport, bei dem es ausschließlich Schlag-, Stoß- und Blocktechniken mit Händen, Fäusten und Füßen gibt. „Tae“ heisst soviel wie Fuß, „Kwon“ soviel wie Hand und „Do“ ist der Weg.


Tai Chi Chuan

Chinesisches Schattenboxen zur Vereinigung von Körper und Geist. „Tai Chi“ meint das harmonische Zusammenfließen der Yin- und Yang-Energien. Wird meist langsam und meditativ ausgeführt – aber auch blitzschnell, etwa zur Selbstverteidigung. Jet Li und Michelle Yeoh zeigen im gleichnamigen Film „Tai Chi“ in Vollendung.


Tsui Hark

Einer der erfolgreichsten und angesehensten Regisseure und Produzenten Hongkongs. 1951 in Vietnam geboren, aufgewachsen in Saigon. Ab 1969 studierte er in den USA Film, u.a. an der University of Austin. Zu seinen bekanntesten Filmen zählen: „China Swordsman“, „China Swordsman II“ (mit dem 12. Hong Kong Film Award ausgezeichnet) „Last Hero II“ und „The Blade“. US-Debut mit „Double-Team“.


Wing Chun

(Auch Wing Tsun). Heisst übersetzt „Schöner Frühling“. Entwickelt von der buddhistischen Nonne Ng Mui. „Wing Chun“ eignet sich wegen seiner schnellen, kurzen und direkten Technik gerade für Nahkämpfe. Eine Hauptrolle spielt „Wing Chun“ im gleichnamigen Film mit Michelle Yeoh.


Wire Work

Stunt-Technik und Stilmittel der Hongkong-Filmindustrie, um die Darsteller scheinbar schwerelos durch die Luft wirbeln zu lassen. Die Schauspieler sind für die aufwendigen Kampfszenen an Drähten (Wires) befestigt, die für den Zuschauer unsichtbar bleiben.


Wu-Shu (auch Wushu)

Wu ist die Kombination zweier chinesischer Schriftzeichen, die entweder Aufhören oder Kämpfen bedeuten. Shu bedeutet Fertigkeit oder Kunst. Wu-Shu ist also schlicht die Kampfkunst.




Quelle: Splendid Entertainment zum Hong Kong Special der Flying Dragon Edition.

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